📋 Die Petition — abgeschlossen
Die Petition richtete sich an die zuständigen Stellen der Stadt Wien und des Bezirks Donaustadt. Sie forderte eine transparente, alle Verkehrsteilnehmerinnen einbeziehende Planung für die Seidelbastgasse — und echten Dialog statt vollendeter Tatsachen.
Die Petition ist abgeschlossen. Das Ergebnis sowie ein Video zur Initiative sind auf der offiziellen Petitionsseite der Stadt Wien einsehbar.
Hinweis zum Video: Auf der Petitionsseite findet sich auch ein Video, das einen Bürger aus der unmittelbaren Nachbarschaft bei einem Vortrag zum Thema zeigt. Es macht auf eindrückliche Weise sichtbar, wie in der Donaustadt mit Bürgeranliegen umgegangen wird — und gibt einen ersten Eindruck davon, was Anwohnerinnen und Anwohner in diesem Verfahren erleben mussten. Viele, die das Video gesehen haben, beschreiben es als eine ein Lehrstück darüber, wie Behörden mit Bürgeranliegen umgehen.
Unsere konkreten Forderungen
- Unabhängige Verkehrserhebung: Bevor gebaut wird, muss der tatsächliche Verkehr erfasst werden — inklusive Radverkehr, saisonaler Nutzungsspitzen und der Funktion der Straße als Verbindungsroute zum Mühlwasser.
- Echte Prüfung von Alternativen: Wohnstraße, Begegnungszone, Einbahn mit Verkehrsberuhigung — diese Optionen müssen ernsthaft und ergebnisoffen geprüft werden.
- Barrierefreiheit dort, wo sie fehlt: Die Straße „Am Mühlwasser" mit ihrem nicht mehr benutzbaren Gehsteig auf einem Kilometer Länge hat größeren und dringenderen Bedarf. Ressourcen sollen zuerst dort eingesetzt werden.
- Kein Druck durch Strafandrohungen: Der laufende Rechtsmittelweg muss respektiert werden. Anwohnerinnen dürfen nicht durch Androhung von € 50.000 Strafen zur Vorwegnahme einer strittigen Maßnahme gezwungen werden.
- Transparenz der Planungsgrundlagen: Alle Planunterlagen, Gutachten und Kostenschätzungen sind offenzulegen.
Wie es zur Bürgerinitiative kam
Was als Einzelfall begann — eine Bauverhandlung im September 2024, ein Bescheid im März 2026 — entpuppte sich bei näherer Betrachtung als symptomatisch für ein strukturelles Problem in der Bezirksverwaltung Donaustadt.
Anwohnerinnen und Anwohner, die sich zuvor kaum kannten, lernten einander kennen. Sie stellten fest, dass ihre Bedenken und Vorschläge — vorgebracht seit Jahren — in der Verwaltungslogik schlicht keinen Platz fanden. Die Maßnahme war bereits entschieden, bevor irgendjemand ernsthaft zugehört hatte.
Das Verfahren zeigt: Wenn Bürgerinnen und Bürger Einwände erheben, werden sie nicht gehört — sondern mit Fristsetzungen, Strafandrohungen und dem Hinweis konfrontiert, dass die Frage, ob etwas gebaut wird, „nicht Gegenstand der Besprechung" sei.
Diese Seite ist der Versuch, die Sachlage transparent zu machen — für alle, die betroffen sind oder die sich für einen anderen Umgang von Behörden mit Bürgeranliegen einsetzen wollen.
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